von Andrea Wescher
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23. April 2026
Der Begriff oder Name "Mala" stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit (माला mālā) und bedeutet übersetzt so viel wie "Meditationskranz" oder "Girlande" und ist Tausende von Jahren alt. Vorrangig wird sie in Indien, im Buddhismus und Hinduismus verwendet, findet aber auch im Westen und im Christentum immer mehr Anhänger z.B im Yoga oder auch im Alltag zur Konzentration. Materialien einer Mala: Gefertigt werden Malaketten häufig aus besonderen Materialien, wie Sandelholz, indische Rudraksha-Samen von der Elaeocarpus ganitrus-Pflanze, einem Baum, der vorwiegend in Nepal und Indien wächst, Bhodi-Samen vom echten Bodhi-Baum (Ficus religiosa), einem Feigenbaum oder (Halb-)Edelsteinen die alle ihre ganz eigene Energie mitbringen. " Laut David Leusch wird mit dem Geruch von Sandelholz die Anwesenheit Buddhas assoziiert. Überlieferungen besagen, das Siddartha Gautama unter einem Bodhi Baum zur Erleuchtung gefunden haben soll. Im Hinduismus werden vorrangig Rudraksha-Samen genutzt. Legenden zu Folge soll Lord Shiva aus einer Tiefenmeditation mit Tränen der Dankbarkeit erwacht sein. Die Tränen floßen zu Boden und wandelten sich zu einem Rudraksha-Baum. Die Samen dieses Baumes werden bis heute zur Fertigung von Mala Ketten genutzt. " *1 Zu den weiteren Materialien gehört aber auch der Garn der für das Knüpfen oder für die Quaste verwendet wird welcher aus z.B. Baumwolle, Tenzel, Seide oder auch Polyester bestehen kann. Ich versuche überwiegend Garn aus natürlichen Materialien zu nutzen und verwende aber ausdrücklich kein Garn von Seidenraupen. Aufbau einer Mala Kette Traditionell besteht eine Mala aus 108 Perlen plus einer zusätzlichen Guru Perle. Der Mala werden unterschiedliche spirituelle Bedeutungen zugeordnet. Im Buddhismus zum Beispiel repräsentiert die Zahl 108 die Lehren Buddhas und steht für Vollständigkeit. Und Mantren sollen sich erst nach diesen 108 Wiederholungen entfalten können. " Die Zahl 108 ist im Hinduismus und Buddhismus heilig. Es gibt traditionell 108 Bände der gesammelten Lehren Buddhas. In der vedischen Kultur gibt es 108 Energie-Bahnen (Nadis) im Körper. " * 2 Die Geheimlehren Indiens, die Upanishaden, bestehen offiziell aus 108 einzelnen Texten, die Bhagavad Gita hat 18 Kapitel, Shiva 1008 Namen und das Sanskrit-Alphabet besteht aus 54 Silben, jede mit einer weiblichen und männlichen Seite, also insgesamt 108. Die 108 kann auch so gedeutet werden, dass die 1 für Gott, das Universum oder deine Wahrheit steht, die 0 für Leere und die 8 für die Unendlichkeit. Die Guru Perle, markiert den Start- und den Endpunkt der Mala und einer Meditation. Bei der Kriya Meditation wird die Mala mit zusätzlichen kleinen Perlen an jeder 12. Perle unterbrochen und als zusätzliche Orientierung bei den Wiederholungen eingesetzt. Das Ende der Perlenkette an der Guru Perle (manchmal auch einer Guru-Münze) wird meist mit einer Quaste und/oder einem Anhänger geschmückt. Die Quaste symbolisiert dabei die Einheit und soll die Energie der Mala Ketten bündeln. Die Quaste besteht aus vielen Fäden, die in der Quaste zusammenlaufen. Das soll den Weg zur Einheit symbolisieren und deine guten Gedanken in die Welt weitertragen. Sie soll aber auch die Lotusblume darstellen. Wie verwende ich eine Mala: Nimm deine Mala während der Meditation in die Hand (rechts oder links - je nachdem ob du Rechts- oder Linkshänder bist) zwischen den Daumen und Mittel- oder Zeigefinger. Die Meditation beginnt bei der ersten Perle neben der Guru Perle. Dann fängst du an z.B. ein Mantra (oder du wendest eine Kriya-Technik an) laut oder gedanklich zu wiederholen, während du eine Perle berührst. Danach wird die Perle nach hinten (zu dir ran) geschoben. Das wird dann so lange wiederholt bis du wieder an der Guru Perle angekommen bist. Wofür verwende ich eine Mala: Die Malakette wird häufig unterstützend zur Meditation benutzt um sich vollends auf die Meditation einlassen zu können bzw. zu konzentrieren. Insbesondere in der Kriya-Meditation wird sie hilfreich als Zählhilfe eingesetzt um die speziellen Meditationstechniken durchzuführen ohne sich Gedanken machen zu müssen wie oft man die Techniken bereits gemacht hat. Manche nutzen die Gebetskette auch bei der sogenannten Japa Meditation, bei der ein Mantra rezitiert und verinnerlicht wird (Mantren können entweder einzelne Laute, ein Wort, Sätze oder auch Affirmationen z.B. positive Glaubenssätze oder auch Gebete sein). Vielen Menschen, insbesondere Meditationsanfängern (aber nicht nur) ;o), fällt es schwer den Geist in der Meditation zu beruhigen und die Gedanken auf die Meditation zu fokussieren. Hierbei kann die Mala unterstützend bezüglich der Konzentration wirken, denn man gibt dem Ego durch das Bewegen der Perlen eine zusätzliche Aufgabe, wodurch es leichter wird, die Gedanken rund um To-Do-Listen, die Vergangenheit oder die Zukunft ruhen zu lassen. Der spirituelle Gund einer Mala ist, das sie dich auf dem Weg zur Erleuchtung bei dem Gebet begleiten soll und symbolisiert die innere Reise, die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele. Aber sie kann eben auch dabei helfen deine Absichten im Leben klarer zu erkennen sowie die eigenen Ziele besser zu erreichen, fokussiert zu bleiben, Gedanken zu beruhigen und die eigene Intuition zu leben. Die Mala gilt auch als Erinnerung/als Anker im Alltag wenn es im täglichen Stress manchmal schwierig sein kann, achtsam mit sich selbst und der Umwelt umzugehen. Das Tragen der Mala kann dabei unterstützen den Fokus auf das zu lenken, was dich gerade bewegt, was dir gerade wichtig ist und achtsam mit dir selbst zu sein. Daher tragen viele eine Mala Kette auch im Alltag und nicht nur zur Meditation, sondern auch als energetischen Talisman oder symbolisches Schmuckstück im Alltag. Sie erinnert an persönliche Ziele, schützt energetisch oder gibt ein Gefühl von Verbundenheit. Um all diese Eigenschaften zu verstärken und um eine tiefere Verbindung herzustellen, knüpfen manche sich ihre eigene Mala selbst (s. auch unter Workshop/Kurse). Wem dies aber zu aufwendig ist kann mich gerne kontaktieren und ich stelle eine ganz besondere Mala für die individuellen Bedürfnisse und ggf. Vorgaben des Trägers her. Natürlich kann man eine Mala aber auch unabhängig von alledem als reines Schmuckstück tragen. Bildnachweis: Quellennachweis: * 1 - David Leusch *2 - Spiritofeden.com